Bonn, 05.11.2018

Anmeldeverfahren und weitere Hinweise für den Prozessauftakt in dem Strafverfahren bzgl. Vergewaltigungen in einem Haus in Ruppichteroth

Die 3. große Strafkammer verhandelt ab Dienstag, den 16.01.2018, 09:00 Uhr, in Saal S 1.20, gegen eine 29 Jahre alte deutsche Angeklagte wegen des Verdachts der Vergewaltigung in zwei Fällen (§ 177 StGB).

Der Angeklagten wird vorgeworfen, gemeinsam mit ihrem Ehemann die damals 23 Jahre alte Geschädigte an zwei Tagen im Januar bzw. Februar 2014 gezwungen zu haben, sich in die Badewanne zu legen, um dort an ihr erniedrigende sexuelle Handlungen durchzuführen. Die Geschädigte soll im Zeitraum August 2013 bis Februar 2014 in dem Haus der Eheleute in Ruppichterroth gelebt haben. Laut Anklage soll sie in diesem Zeitraum immer wieder körperlichen Übergriffen insbesondere seitens des Ehemanns der Angeklagten ausgesetzt gewesen sein, wobei dieser die Absicht gehabt haben soll, sie hörig zu machen.

Der Ehemann der Angeklagten ist Ende 2017 verstorben. Er war in diesem Verfahren ursprünglich mit weiteren Taten mit angeklagt. Das Verfahren gegen beide Eheleute sollte ursprünglich am 26.05.2017 beginnen. Der Prozessauftakt musste jedoch wegen der Erkrankung des zwischenzeitlich verstorbenen Ehemanns verschoben werden.

Die Verhandlung vor der 3. großen Strafkammer des Landgerichts Bonn soll an weiteren drei Verhandlungstagen bis zum 13.02.2018 fortgesetzt werden.

Pressevertreter, die über die am 16.01.2018 beginnende Hauptverhandlung berichten möchten, werden gebeten, sich

bis Montag, 15.01.2018, 12:00 Uhr,

bei dem Pressedezernenten des Landgerichts Bonn Herrn Richter am Landgericht Sczech per E-Mail (bastian.sczech@lg-bonn.nrw.de) anzumelden. Es wird dabei um Angabe von Name, Vorname und Arbeit- bzw. Auftraggeber gebeten. Sollten Film- oder Fotoaufnahmen geplant sein, wird auch diesbezüglich um Mitteilung gebeten.

Der Kammervorsitzende hat für den ersten Verhandlungstag (16.01.2018) die Anfertigung von Bild- und Tonaufnahmen im Saal ab 20 Minuten vor Verhandlungsbeginn gestattet. Das Gesicht des Angeklagten ist unkenntlich zu machen, so dass ein Wiedererkennen ausgeschlossen ist. Vor dem Einzug der Kammer sind die Aufnahmen auf Hinweis des Pressedezernenten einzustellen. Aufnahmegeräte sind danach aus dem Saal zu schaffen. Interviews mit Verfahrensbeteiligten oder Aufnahmen nach Sitzungsbeginn sind weder im Saal noch in dem unmittelbar daran angrenzenden Eingangsbereich gestattet.

Aktenzeichen: 23 KLs40/16 – Landgericht Bonn

Bastian Sczech

Dezernent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit